Ob Kaffee, Keks, Karotten oder Knoblauch, die Essensvorlieben eines Menschen sind weitgehend genetisch bestimmt. Essensvorlieben werden vererbt der Geschmack liegt in den Genen, dies berichtete das King’s College in London.

Haben Sie sich jemals gefragt, warum sich manche Menschen zu bestimmten Geschmacksrichtungen hingezogen fühlen? Warum mögen manche Menschen süß und andere lieber herzhaft? Wissenschaftler wissen schon seit langem, dass unsere Gene dabei eine wichtige Rolle spielen, insbesondere die Gene, die unsere Geschmacksempfindung beeinflussen.

Ein Gen ist eine abgegrenzte Einheit des genetischen Materials. Die Basensequenz eines Gen bestimmt die Struktur von Proteinen wie auch von RNA-Molekülen wie tRNA, rRNA und mRNA. Geschmacksknospen sind zwiebelförmige Gewebestrukturen der Mundschleimhaut. Diese enthalten die sekundären Sinneszellen für die Geschmackswahrnehmung. In ihrer Gesamtheit bilden diese Gewebestrukturen das Geschmacksorgan. Die Geschmacksknospen in unserem Mund sind für das Geschmacksempfinden verantwortlich.

Die Tatsache, dass Kinder häufig eine ähnliche Ernährungsweise wie ihre Eltern aufweisen, werde eher von ihren Genen als von ihrem Speiseplan festgelegt, so die Wissenschaftler aus London. Laut er Untersuchung spielen demnach Soziale und Umwelt-Faktoren eine geringere Rolle als bislang angenommen.

Das Wissenschaftlerteam unter Leitung von Professor Tim Spector von der King’s College in London, hatte die Essgewohnheiten von 3262 weiblichen Zwillingen untersucht. Dabei analysierten sie die Essgewohnheiten von eineiigen Zwillingen (identisches Erbgut) und die Essgewohnheiten von zweieiigen Zwillingen (nur die Hälfte der Gene sind gleich). Daraus berechneten die Wissenschaftler den Einfluss der Gene auf die Ernährung.

Essensvorlieben werden vererbt - der Geschmack liegt in den Genen

Essensvorlieben werden vererbt – der Geschmack liegt in den Genen

„Bislang sind wir davon ausgegangen, dass unsere Erziehung und das soziale Umfeld bedingen, was wir gerne essen“, so Professor Tim Spector. Diese Theorie sei widerlegt worden. Resultierend daraus haben wohl die Ernährungsweisen mehr mit den Genen als mit der persönlichen Entscheidung zu tun.

 

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