Unsere schnelllebige Zeit ist von Stress geprägt, psychische Belastungen nehmen unaufhörlich aufgrund steigender Anforderungen an den Menschen zu. In Zeiten von Corona erleben viele verstärkt Einsamkeit, die eingeschränkte Bewegungsfreiheit verursacht zusätzliche Unsicherheit, womöglich kann der Job nicht mehr ausgeführt werden. Kein Wunder, wenn man das Gefühl hat, dass einem alles über den Kopf wächst und man den Boden unter den Füßen verliert. Gibt es in dieser Situation professionelle Unterstützung, die uns abholen und erden kann, die uns wieder „auf den Weg bringt“? Kann Coaching eine echte Lebenshilfe sein?

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Was ist Coaching?

Ein Coach führt eine hilfsbedürftige Person durch einen Prozess, um die persönliche Entwicklung zu fördern. Coaches haben die Ausbildung, die nötige Erfahrung, das Einfühlungsvermögen und das Know-how, um ihre Klienten auf deren Reise zu begleiten und zu unterstützen. Wer bis dahin den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sah, findet zur Übersicht zurück. Wer sein Ziel aus den Augen verloren hat, wird durch gezielte Impulse wieder auf den Weg gebracht. Das Vertrauen in sich selbst und in die eigenen Fähigkeiten wird wiederhergestellt.

Doch ein Coach muss keine spezielle Ausbildung durchlaufen haben. Manche Menschen haben ein außergewöhnliches Talent dafür, andere zu begleiten und zu unterstützen. Da der Begriff des Coaches nicht geschützt ist, darf jeder dieser Tätigkeit nachgehen.

Ein Coach unterscheidet sich dadurch von einem Berater, dass der Coach seinen Klienten nicht von Beginn an konkrete Maßnahmen vorschlägt oder vorgefertigte Lösungswege präsentiert, sondern deren Ziele und Wünsche erfragt, um dann individuell angepasste „Hilfe zu Selbsthilfe“ zu leisten, eigene Lösungswege zu finden, die dann gemeinsam gegangen werden.

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Wie wird ein Coaching durchgeführt?

Dies geschieht unter anderem durch gut durchdachte, systematische Fragestellungen, durch welche der Klient sich selbst und seine Situation wieder reflektieren kann, neue Betrachtungs- und Handlungsmöglichkeiten erkennt und sich so aus seiner mentalen Sackgasse befreit. Coaches besitzen meistens eine Palette an weiteren nützlichen Werkzeugen, um ihre Kunden in diesem Prozess zu begleiten und zu fördern: Hypnose, NLP, EMDR oder die Arbeit mit Lebenswerten sind Beispiele für Tools, mit denen Coaches arbeiten könnten. Jeder Coach hat seinen ganz eigenen Werkzeugkasten, der durch Erfahrung immer weiter verbessert wurde.

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Was kann Coaching bewirken?

Wer seine Ziele wieder klar vor Augen hat, einen Sinn in seinem Sein und Handeln sieht, neue Perspektiven entdeckt, um Wege und Möglichkeiten wahrzunehmen, das Gefühl hat, sein Schicksal selbst bestimmen zu können, der hat den inneren Irrgarten verlassen, kann wieder aufatmen und neuen Mut schöpfen. Man kann seine eigene Situation ändern oder sie durch Neubewertung in einem anderen Licht betrachten, sodass man sie besser ertragen, vielleicht sogar wertschätzen kann.

Ein reiner Coach macht jedoch keine Psychotherapie – Depressionen, starke Ängste und andere ernst zu nehmende psychische Störungen gehören in die Hand erfahrener Therapeuten. Ein Coach ist hierfür weder ausgebildet noch berechtigt.

Coaching richtet sich an gesunde Menschen. Und für diese kann es eine echte Lebenshilfe sein, die enorme Veränderungsprozesse auslöst.

Alternativ zu einem Privatcoach finden sich im Internet Communities die das Ziel der gegenseitigen Motivation verfolgen. Hierzu zählt happiness.com – die Kunst des Seins – lernen · praktizieren · teilen.