Die mit der Corona Pandemie einhergehenden Eindämmungsmaßnahmen führen immer häufiger zu psychischen Belastungen. Aufgrund der langen Dauer und der Beständigkeit dieser Maßnahmen treten psychische Belastungen nicht nur im Berufs-, sondern auch im Privatleben vermehrt auf. Welche psychischen Belastungen dabei aktuell besonders im Vordergrund stehen, zeigt der folgende Artikel.

Psychische Belastungen durch Einkommensverlust bei Selbstständigen und Unternehmern

Es gibt unzählig viele Branchen, die aufgrund der Pandemie große Einkommensverluste verzeichnen müssen. Dazu gehören nicht nur der Tourismus und die Gastronomie, sondern auch der Einzelhandel, die Eventbranche und viele weitere Branchen. Hinzu kommt die Ungewissheit, wie lange dieser Zustand noch andauern wird, eindeutige zuversichtliche Signale fehlen. Nicht jedes Unternehmen kann sich mit Online-Angeboten oder ähnlichen Alternativen durch die Krise schlagen. Mit der Ungewissheit wächst auch die Angst und immer mehr Unternehmen müssen Insolvenz anmelden.

Psychische Belastungen durch Jobverlust und Kurzarbeit

In finanzielle Schwierigkeiten geraten aber nicht nur Unternehmer und Selbstständige. Auch die Arbeitnehmer leiden unter der Pandemie, da auch sie weniger für ihr Einkommen tun können. Häufig werden Sie deshalb in Kurzarbeit geschickt oder sogar entlassen, da die Firma sie nicht mehr bezahlen kann und die Arbeit fehlt. Der Jobverlust ist für die meisten eine sehr große psychische Belastung, der sie häufig nicht gewachsen sind. Darüber hinaus geht es anderen Unternehmen derselben Branche logischerweise ähnlich, weshalb die Aussicht auf einen neuen Job in der Pandemie sehr gering ist.

Psychische Belastungen durch Isolation

Im privaten Bereich geht es den Menschen zunehmend schlechter, da sie häufig isoliert sind. Gemeinsame Aktivitäten, Ausflüge oder Treffen mit Freunden und Verwandten fallen derzeit aus. Das bringt viele Menschen in die Einsamkeit und sie wissen kaum noch etwas mit sich anzufangen. Glücklicherweise gibt es heutzutage die Möglichkeit, über die sozialen Medien und technischen Möglichkeiten in Verbindung zu bleiben. Jedoch ist dies kein Ersatz für physische Nähe und noch lange nicht alle Generationen und Bevölkerungsgruppen nutzen diese Möglichkeiten. Einsamkeit gehört eindeutig zu den größten psychischen Belastungen, die diese Pandemie mit sich bringt.

Psychische Belastungen in der Familie durch Homeschooling und Home-Office

Doch nicht alle Menschen sind in der Corona Pandemie einsam und isoliert und auch nicht alle verlieren ihren Job oder gehen in Kurzarbeit. Jedoch haben diejenigen, bei denen beides nicht zutrifft ebenfalls große psychische Belastungen zu tragen. Wer Kinder hat, der muss diese während der Corona-Pandemie im Homeschooling betreuen, was für Eltern eine ganz neue Herausforderung darstellt.

Wer in seinem Job zudem die Möglichkeit hat, aus dem Home-Office heraus zu arbeiten, der muss zwar nicht in Kurzarbeit und kann sein Einkommen sichern, ist dafür aber dem Stress häufig nicht gewachsen. Elternteile, die ihrem ganz normalen Job im Home Office nachgehen sollen, währenddessen aber gleichzeitig ihre Kinder betreuen müssen, die sonst in der Schule oder im Kindergarten sind, geraten häufig an ihre Grenzen.

Von den Eindämmungsmaßnahmen der Pandemie ist somit jeder auf seine eigene Art und Weise betroffen. Wenn die psychischen Belastungen nicht aufgrund mangelndem Einkommen oder Einsamkeit entstehen, dann entstehen sie aus dem Stress, den Job und Kinderbetreuung mit sich bringen. So hat jeder in der Corona-Pandemie sein ganz eigenes Päckchen psychischer Belastungen zu tragen – und dieses ist schwerer als je zuvor, weshalb gerade in dieser Zeit immer mehr Menschen therapeutische Hilfe in Form von Psychotherapie, als gezielte fachkundige Behandlung seelischer oder psychischer Störungen mit professionellen psychologischen Mitteln, benötigen. Hilfe bieten können unter anderem Verhaltenstherapeuten, Psychotherapeuten oder psychologische Psychotherapeuten sogenannte Psychologen.