Nach einer britischen Studie welche Ende Juli diesen Jahres in der Fachzeitschrift Human Reproduction veröffentlicht wurde, kann sich die Anzahl der Spermien bei übermäßigem Verzehr von Soja erheblich reduzieren, unfruchtbar durch Sojaprodukte kann im schlimmsten anzunehmenden Fall dabei eintreten. 

Dies haben Ernährungswissenschaftler der amerikanischen Harvard-Universität in Boston bei der Untersuchung von 99 Männern herausgefunden, die wegen Unfruchtbarkeit in den Jahren 2000 bis 2006 in einer entsprechenden Klinik behandelt worden waren. Bei den Patienten, die am meisten Sojaprodukte konsumierten konnte im Ejakulat nur etwa die Hälfte bis ein drittel der sonst üblichen Spermien nachgewiesen werden.

Die Wissenschaftler vermuten, dass die pflanzlichen Hormone in Soja Einfluss auf die Anzahl der Spermien haben. Bislang wurde ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Soja und einer Unfruchtbarkeit nur bei Tieren nachgewiesen.

Die Sojabohne ist eine Ölpflanze und als Nutzpflanze gehört sie zu der Familie der Hülsenfrüchtler. Der Hauptnutzen dieser Bohne liegt in dem relativ hohen Gehalt an Eiweiß und Öl, wobei letzteres eher ungewöhnlich für eine Bohne ist. In der Regel wird aus den Bohnen zuerst das Öl extrahiert, das übrig bleibende Sojaextraktionsschrot wird als Futtermittel bzw. als Fleisch – und Milchersatz in der vegetarischen Küche verwendet. Die Sojabohne wurde bereits vor rund 5000 Jahren in China kultiviert und galt dort neben Reis, Weizen, Gerste und Hirse als eines der fünf heiligen Körner.

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