Wenn das Treppensteigen im eigenen Zuhause zur täglichen Herausforderung wird, kann ein Treppenlift die Lösung sein. Gerade in Einfamilienhäusern lässt sich ein solches System in den meisten Fällen problemlos nachrüsten – ganz ohne größere Umbaumaßnahmen.
Ein Treppenlift wird nicht an der Wand, sondern direkt an der Treppe befestigt. Eine Führungsschiene, die auf den Stufen montiert wird, bildet das Herzstück der Anlage. Darauf gleitet der Sitz sanft nach oben oder unten. Das bedeutet: Ob die Treppe gerade verläuft, eine Kurve macht oder sich über mehrere Etagen erstreckt – für nahezu jede Treppenform gibt es eine passende Lösung.

Vor dem Einbau steht zunächst eine Begehung vor Ort an. Ein Fachberater vermisst die Treppe, prüft die baulichen Gegebenheiten und bespricht die individuellen Bedürfnisse. Wichtig ist dabei vor allem die Treppenbreite. Als Faustregel gilt: Mindestens 70 Zentimeter sollten zur Verfügung stehen, damit der Lift montiert werden kann und die Treppe gleichzeitig für andere Hausbewohner nutzbar bleibt.
Bei vielen Modellen lässt sich der Sitz hochklappen, sodass im Ruhezustand kaum Platz verloren geht.Der eigentliche Einbau dauert bei einer geraden Treppe oft nur wenige Stunden. Kurventreppenlifte benötigen etwas mehr Zeit, da die Schiene individuell angefertigt wird. In beiden Fällen sind keine aufwendigen Bauarbeiten nötig – weder müssen Wände aufgestemmt noch Böden verändert werden.

Auch finanziell gibt es gute Nachrichten: Wer einen anerkannten Pflegegrad besitzt, kann bei der Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro pro Person beantragen. Darüber hinaus bieten einige Bundesländer und Kommunen zusätzliche Förderprogramme an. Auch die KfW unterstützt unter bestimmten Voraussetzungen den altersgerechten Umbau von Wohnraum.
Ein Treppenlift im Einfamilienhaus ist mehr als nur ein technisches Hilfsmittel. Er schenkt Bewohnern ein Stück Unabhängigkeit zurück und ermöglicht es, auch im Alter sicher und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben.

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