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Schwimmen ist gesund – Teil 3 – Neoprenanzug und Pflege

Neoprenanzüge gibt es bis zu einer Materialstärke von 8 mm. Je stärker das Material umso größer ist der Auftrieb. Setzt man den Neo zum normalen schwimmen ist, stellt dies kein Problem dar nur beim Tauchen benötigt man dann einen Bleigurt. Mein Neoprenanzug zum Beispiel hat eine Stärke zwischen 2,5 und 3 mm. Manchmal ist das Innenfutter aus Frottee, Nylon oder einem anderen hautfreundlichen Textil. Der Anzug ist so geschnitten, dass er, wenn der Anzug wirklich gut passt und dies sollte er immer tun, hauteng am Körper anliegt. Das Material des Anzugs ist wasserdicht, das Wasser kann aber beim Eintauchen an den Reißverschlüssen, an der Halsöffnung sowie an den Hand- und Fußbünden in den Anzug eindringen und alle Zwischenräume zwischen dem Körper und dem Anzug ausfüllen. Das eingedrungene Wasser zirkuliert durch die Bewegungen des Trägers im Anzug. Dies sorgt für einen Wärmeaustausch mit der Umgebung. Bei den Anzügen hängt die Wärmeisolierung nicht nur von der Dicke des Materials, sondern auch von der Passform ab. Es gilt: Je besser der Anzug sitzt, umso weniger kann das Wasser im Inneren des Neoprenanzugs zirkulieren und Wärme abtransportieren. Ein ungefütterter Anzug mit einer Innenseite aus offenzelligem Neopren liegt besser am Körper an und kann die Zirkulation verringern. Zudem gibt es natürlich auch Maßanfertigungen welche von einigen Herstellern angeboten werden.

Wie zieht man nun einen Neoprenanzug eigentlich richtig an, so dass das Material optimal geschont wird? Eine sehr gute Variante ist der Trick mit den Plastiktüten. Wichtig ist das der Körper trocken ist und man nicht schwitzt, denn sonst rutscht das Material nicht sehr gut und das Anziehen ist wesentlich schwieriger. Also:

  • Klettverschluss am Rücken aufmachen und ein Gegenstück aufkleben damit dieser gesichert ist
  • Neoprenanzug am Reisverschluss öffnen
  • Anzug umstülpen aber an den Beinen und Armen nicht ganz, an den Beinen nur umstülpen bis kurz unter die Knie und bei den Armen rund 20 cm eingeschlagen lassen
  • Wenn Neo umgestülpt dann vor sich ausgebreitet so hinlegen, dass das Logo bzw. die Brust des Anzuges noch vorne sieht
  • Hauchdünne Plastiktüten (Müllbeutel) jeweils über Füße stülpen, damit rutscht man schneller und leichter in den Anzug
  • Von unten in die Beinöffnungen des Neoprenanzugs mit den übergestülpten Plastiktüten an den Füßen schlüpfen bis man merkt, dass der Bund des Neoprenanzugs über dem Sprunggelenk ist
  • Neoprenanzug nach und nach Richtung Oberkörper rollen, niemals ziehen, Vorsicht mit Fingernägeln
  • Der Anzug muss bis zur Hüfte richtig gut sitzen, bevor er ganz angezogen wird – wenn der Anzug im Beinbereich schon nicht richtig sitzt, sitzt er auch oben nicht richtig
  • Plastiktüten von den Beinen abziehen
  • Tüten über die Hände und damit in die Arme des Neoprenanzugs schlüpfen analog den Beinen Material nach oben zu streifen
  • Neoprenanzug nach oben ziehen bis alles gut sitzt, damit erreicht man eine optimale Bewegungsfreiheit
  • Rückenreißverschluss von einer zweiten Person zumachen lassen, es ist darauf zu achten, dass kein Material in den Reißverschluss kommt
  • los geht’s …

Hinsichtlich der Pflege sind folgende Punkte zu beachten:

  • Nach Gebrauch direkt auswaschen, kein Salzwasser
  • Keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen
  • Zum Trocknen am besten aufhängen
  • Beim Verpacken auf spitze Gegenstände achten
  • Kleinere Schäden sofort reparieren
  • Säurehaltigen Pflegemittel, Salben und sonstiges mag der Neo überhaupt nicht
  • Ebenso nicht trockene Lagerräume und knicken mit zusammenlegen für die Lagerung, Am Besten lagert man einen Neo ausgelegt liegend in einem kühlen Keller oder über einem passenden Bügel
  • Der Neo mag kein Chlor und Salzwasser, daher immer nach dem Gebrauch mit viel klaren Süßwasser von beiden Seiten reinigen