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Mobilfunkstrahlung weiterer Forschungsbedarf

Weiterhin Forschungsbedarf besteht bei der Mobilfunknutzung von Kindern und Langzeitnutzern. Nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand reichen die aktuellen gültigen Grenzwerte aus, um vor gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Mobilfunks zu schützen. Dies sind die Kernaussagen und Ergebnisse des sechsjährigen Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) welches Mitte Juni 2008 vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlicht wurde.

Das Bundesamt für Strahlenschutz rät aber weiterhin zur Vorsorge und auf eine vorsorgliche Verringerung der Strahlenbelastung zu achten. Dies kann unter anderem durch folgendes Verhalten beim Umgang mit dem Mobiltelefon erreicht werden:

  • Handy ausschalten wenn dieses nicht gebraucht wird.
  • Nur bei gutem Empfang telefonieren, bei schlechtem Empfang sind höhere Sendeleistungen notwendig und verursachen damit stärkere Belastungen. Wie gut die Verbindung ist, kann im Display des Handys über die stilisierte Antenne ablesen werden.
  • Im abgestellten Auto nur mit einer Außenantenne telefonieren. Dies gilt letztenendes für alle geschlossenen Fahrzeuge und Transportmittel.
  • Bei der Handybeschaffung auf die SAR-Wert (Spezifische Absorptionsrate) achten. Als besonders strahlungsarm gelten Mobiltelefone mit einem SAR-Wert von kleiner 0,6 Watt/kg.
  • Head-Set nutzen, damit befindet sich die Strahlungsquelle nicht direkt am Ohr und kann damit bis zu 90 Prozent verringert werden.
  • Möglichst kurze Gespräche mit dem Handy führen. Ist ein Dauergespräch unumgänglich ist wenigstens mehrmals das Hörohr zu wechseln.
  • Das Handy erst ans Ohr halten, wenn die Verbindung aufgebaut ist. Die höchste Sendeleistung wird beim Anwählen abgegeben.
  • Kommunikation über SMS, da sich dabei die Antenne nicht in Kopfnähe befindet.
  • Kann ein Gespräch genauso gut mit einem Festnetztelefon wie mit einem Handy geführt werden, dann sollte das Festnetztelefon genutzt werden.
  • Beim Telefonieren nicht das Handy mit der ganzen Hand umklammern. Dadurch wird die Antenne abgedeckt welches zu einer höherer Sendeleistung führt. In der Regel befindet sich die Antenne in der oberen Hälfte des Mobilfunkgerätes.
  • Ist Nachts eine Erreichbarkeit notwendig, sollte das Handy mindestens einen Meter vom Kopfkissen entfernt liegen.
  • Beim Telefonieren in einem Gebäude sollte an ein Fenster gegangen werden und dieses auch nach Möglichkeit geöffnet werden. Dadurch kann die Sendeleistung verringert werden, da wesentliche Dämpfungsfaktoren wegfallen.
  • Personen mit Herzschrittmachern sollten das Handy nicht in der Brust- oder Jackeninnentasche, und damit in Herznähe tragen.
Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) / © TherapeutenNews